Endoskopie

Endobronchiale Ultraschalluntersuchung mit transbronchialer Nadelaspiration (EBUS-TBNA) bzw. endoösophageale Ultraschalluntersuchung mit ggf. transösophagealer Nadelaspiration (EUS-FNA):
Dabei wird ein biegsames optisches Instrument (Endoskop), an deren Spitze sich die Ultraschallsonde befindet, durch die Mundhöhle in die Atemwege bzw. in die Speiseröhre vorgeschoben. Unter Zuhilfenahme des Ultraschalls können die Wand des Tracheobronchialsystems bzw. die Speiseröhrenwand beurteilt und die dahinter befindlichen Strukturen (z. B. das Mittelfell oder die Lymphknoten) auf dem Bildschirm dargestellt und beurteilt werden. Abhängig vom Befund lassen sich Gewebeproben mit einer kleinen Nadel während der Untersuchung gewinnen (sog. Punktionszytologieentnahme). Das Material wird auf einen Objektträger ausgestrichen und vom Gewebearzt (Pathologen) begutachtet. Die Gewebeentnahme ist weitgehend schmerzfrei, dagegen kann die Spiegelung selbst als unangenehm empfunden werden, so dass der Patient eine Beruhigungsspritze (Sedierung) erhält und der Rachen örtlich betäubt wird.

Die Bronchoskopie (Lungenspiegelung):
Es gibt 2 Arten von Bronchoskopen.
Das starre Bronchoskop, ein Rohr von etwa 6-8 mm Durchmesser, wird meist in Allgemeinanästhesie (Narkose durch Mund und Kehlkopf) in die Luftröhre und die Bronchen eingeführt.  
Das biegsame Bronchoskop kann durch den Mund oder die Nase eingeführt werden. Die Spiegelung mit dem biegsamen Bronchoskop wird in örtlicher Betäubung, auf Wunsch auch in Narkose, durchgeführt. Durch eine eingebaute Optik ermöglicht die Bronchoskopie die Betrachtung, Untersuchung und Behandlung der größeren Atemwege von innen. Der endoskopische Befund kann mit einer Videokamera auf den Bildschirm übertragen und aufgezeichnet werden.
Im Rahmen der Diagnostik von Atemwegserkrankungen ermöglicht die Spiegelung der Bronchien nicht nur die Beurteilung der Atemwege, sondern auch Probeentnahmen von Gewebe, Sekret- und Schleimhautanteilen.
Auch in der Behandlung von Atemwegserkrankungen spielt die Spiegelung eine wichtige Rolle. So können mittels einer Bronchoskopie verschluckte Fremdkörper entfernt, Blutungsquellen aufgespürt und die Blutung gestillt werden. Einengungen, z. B. durch Narben oder Tumoren, können mittels eingebrachten Ballon aufgedehnt und durch zusätzliche Einbringung eines Kunststoffröhrchens (Stent) offen gehalten werden. Mit Lasertechnik oder Argon Plasma Koagulation können zudem Einengungen der Atemwege beseitigt und Verschlüsse von Atemwegen wieder eröffnet werden.

// KONTAKT & ANFAHRT

Lungenzentrum

Tel.: 0241 7501.525 (Sekretariat)
Fax: 0241 7501.530 (Sekretariat)

Eine E-Mail schreiben...